OGAW

OGAW steht für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren. Das Konzept, das ursprünglich von der EU-Richtlinie 85/611/EG abgeleitet wurde, wurde durch die Europäische Richtlinie 2009/65/EG vom 13. Juli 2009 ersetzt. Diese Europäische Richtlinie gibt ein einheitliches Regulierungssystem vor, welches für offene Fonds gilt, die innerhalb der Europäischen Union in übertragbare Wertpapiere wie Aktien und Anleihen investieren. Mit Blick auf den höchstmöglichen Anlegerschutz, reguliert die Richtlinie die Organisation, das Management und die Überwachung solcher Fonds und stellt Regeln für die Diversifizierung, Liquidität und den Einsatz von Fremdkapital auf. Sie wurde durch Teil 1 des Luxemburger Gesetzes vom 17. Dezember 2010 über Organismen für gemeinsame Anlagen in nationales Recht umgesetzt.

IN LUXEMBURG KANN EIN OGAW als vertraglicher Fonds oder als Investmentgesellschaft gegründet werden:

  • Vertraglicher Fonds (FCP)
  • Investmentgesellschaft mit variablem Kapital (SICAV)
  • Investmentgesellschaft mit festem Kapital (SICAF)

Ein OGAW kann als Einzelfonds oder als Dachfonds, der aus mehreren Teilfonds mit jeweils einer anderen Anlagepolitik besteht, eingerichtet werden. Der Fonds und die Teilfonds können jeweils eine unbegrenzte Anzahl von Anteilklassen haben, je nach den Bedürfnissen der Anleger. Unter bestimmten Bedingungen sind Kreuzinvestitionen zwischen den Teilfonds erlaubt.

Quelle des Inhalts: www.alfi.lu

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